Helene Gisy und Andreas Pfeifer. Zusammen entseht die Helene und Gerhard GISY STIFTUNG

Authentisch berichtet von dem Zeitzeugen Andreas Pfeifer

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Die Geschichte hinter der Helene und Gerhard Gisy Stiftung

Die erste Begegnung – Isernhägener Reitturnier, 6. Mai 2007

Wenn ich heute an den 6. Mai 2007 zurückdenke, erinnere ich mich zunächst an einen ganz gewöhnlichen Sonntag. Einen dieser Tage, an denen man morgens aufbricht, ohne zu wissen, dass sich am Ende des Tages etwas im eigenen Leben verändern wird.

Ich war 42 Jahre alt und besuchte gemeinsam mit meinem 82-jährigen Freund Wilhelm und der damals fünfjährigen Sofia, der Tochter meiner Frau Evgenija, das Isernhägener Reitturnier. Wir wollten einen schönen Tag verbringen, die Atmosphäre genießen und uns das Geschehen anschauen. Nichts deutete darauf hin, dass dieser Tag für mich später eine besondere Bedeutung bekommen würde.

Dann saß ich plötzlich neben Helene.

Sie saß mit ihrer Freundin, deren Tochter mit deren Mann, einem bekannten Tierarzt aus Isernhagen HB, bereits an dem Tisch. Ich kannte Helene nicht und hatte keine Vorstellung davon, wer mir da gerade neben mir saß. 

Schon bei den ersten Minuten unserer Begegnung gab es eine kleine Szene, an die ich mich noch heute erinnere. Ich hatte mein Glas Weizenbier vor mir auf den Tisch gestellt – offenbar genau an der falschen Stelle. Helene war von eher kleiner Statur und konnte kaum daran vorbeisehen. Mit einem freundlichen, fast selbstverständlichen Ton fragte sie mich: „Haben Sie etwas dagegen, wenn ich Ihr Glas ein Stück verschiebe?“

Natürlich hatte ich nichts dagegen. Ich schob mein Glas zur Seite.

Eine ganz belanglose Situation – und doch ist sie mir im Gedächtnis geblieben. Vielleicht gerade deshalb, weil sie so typisch für Helene war: direkt, höflich und zugleich selbstverständlich.

Kurz darauf kamen wir ins Gespräch. Helene begann, mir von ihrem Leben zu erzählen. Sie sprach über ihren Mann, einen künstlerisch begabten Menschen, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit neun Jahren verstorben war. Sie erzählte vom Schuhhaus Gisy, von Sylt, ihrer Urlaubsinsel, ihrem Mercedes 280 SL und von ihren beiden Kindern Bernd und Barbara.

Ich hörte ihr aufmerksam zu. Mich interessierte nicht nur, was sie erzählte, sondern vor allem die Art, wie sie es tat. Obwohl wir uns gerade erst kennengelernt hatten, gewährte sie mir erstaunlich schnell Einblicke in ihr persönliches Leben. Ihre Erzählungen waren offen und lebendig und weckten meine Neugier.

Damals konnte ich noch nicht wissen, welche Bedeutung dieses Gespräch für mein eigenes Leben bekommen würde.

Heute, wenn ich an diesen Sonntag zurückdenke, sehe ich nicht nur Helene in ihrer sypathischen Art, sondern auch den Tisch auf dem Reitturnier vor mir. Ich sehe auch dieses Weizenbierglas, das Helene zunächst störte und das sie einfach beiseiteschieben ließ.

Vielleicht begann unsere Geschichte genau dort: mit einem Glas Weizenbier, einem kurzen Lächeln und den ersten Worten zwischen zwei Menschen, die noch nicht wussten, dass sie sich nicht zum letzten Mal begegnen würden.

Der 6. Mai 2007 war für mich weit mehr als ein Sonntag auf einem Reitturnier. Es war der Tag, an dem Helene Gisy in mein Leben trat und ich in Ihres. 

12+

Jahre Engagement

Über 12 Jahre fördert die Helene und Gerhard Gisy Stiftung erfolgreich Projekte in Bildung und Kultur, um das historische Erbe zu bewahren.

100%

Stifterwille im Fokus

Die Stiftung richtet all ihre Aktivitäten konsequent am Stifterwillen von Helene Gisy aus, um ihre Vision nachhaltig zu realisieren.

500+

Geförderte Studierende

Mit über 500 erfolgreich geförderten Studierenden hat die Stiftung einen nachhaltigen Beitrag zum kulturellen und bildungspolitischen Leben geleistet.

Warum die Stiftungsarbeit für mich relevant bleibt

Engagement für Bildung & Kultur und authentische Vermittlung historischer Inhalte durch Zeitzeugen.

Zeitzeugenberichte

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Stifterwille Fokus

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